Wolfgang-Winckler-Haus - Entgiftungsstation und Übergangseinrichtung

Info

Bürozeiten
Sie erreichen die Übergangseinrichtung und Entgiftungsstation telefonisch
montags bis donnerstags 09:00 bis 16:00 Uhr
freitags 09:00 bis 14:00 Uhr

Gebäude/Freizeit
Das Wolfgang-Winckler-Haus liegt auf einem schönen, waldnahen Grundstück und besteht aus 3 Gebäudeteilen: Altbau Baujahr 1952, Mittelbau 1906 und einem Neubau 1989.

Im Neubau befindet sich der Empfang und ein Aufzug für Menschen mit Behinderung.

Das Wolfgang-Winckler-Haus verfügt über 30 Plätze für Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung. Die vorhandenen 21 Einzelzimmer und 6 Doppelzimmer (teilweise behindertengerecht) sind alle mit Dusche/WC ausgestattet.
Schöne Gruppen- und Gemeinschaftsräume, ein Fitnessbereich und große Rasenflächen laden zu Aktivitäten wie Volleyball oder Badminton ein. Eine Grillmöglichkeit ist ebenfalls vorhanden.

Für die Klientinnen und Klienten stehen ein Speisesaal, eine Teeküche, ein Fitnessbereich, zwei große Gruppenräume mit TV, ein Klientenbüro, ein EDV-Raum mit 6 Workstations und eine Bibliothek zur Verfügung.

Weiterhin gibt es einen Kiosk, eine Großküche, eine Wäscherei, einen Mangelraum und eine Haustechnikerwerkstatt


Team
Ihre Behandlung wird in unserer Einrichtung von einem gut ausgebildeten und erfahrenen Team unterstützt. Zusätzlich zu den grundlegenden beruflichen Qualifikationen verfügen einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über therapeutische Zusatzqualifikationen. Das Team des Wolfgang-Winckler-Haus setzt sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berufsgruppen Medizin, Krankenpflege, Kunsttherapie, Psychologie, Sozialpädagogik, Sozialarbeit, Haustechnik, Hauswirtschaft und Verwaltung zusammen.


Qualitätsmanagement
Wir arbeiten an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Einrichtung und der laufenden Verbesserung unserer Hilfeangebote. Grundlage dafür das Modell der European Foundation for Quality Management EFQM.
Die Übergangseinrichtung ist nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.

Stand: 01/2016

FAQ

Medizinische Behandlung

Wie ist die Versorgung mit Medikamenten geregelt?
Medikamente werden nur nach ärztlicher Verordnung vergeben. Das betrifft auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente.
Die Substitution mit Methadon oder Buprenorphin ist ebenfalls möglich.

Welche Arbeitsbereiche werden angeboten?
Selbstversorgung in der Hauswirtschaft in den Bereichen Großküche und Hausreinigung/Hauswäsche, Unterstützung der Haustechnik bei Renovierungsarbeiten etc., Pflege von Garten und Außenanlagen, EDV Gruppe, Verwaltungsarbeiten im Patientenbüro und die Kunsttherapie 

Was passiert bei einem Rückfall?
Bei guter Abstinenzmotivation, Kooperation und Behandlungsbereitschaft kann die Behandlung in der Einrichtung nach einem Rückfall fortgesetzt werden.


Rahmenbedingungen

Welche grundlegenden Regeln sind zu beachten?

Freiheit von Drogen, Alkohol und Glücksspiel während der Rehabilitation ist ebenso ein Muss wie der Verzicht auf Gewalt und die aktive Mitarbeit am Behandlungsprogramm.

Ist die Einrichtung nach §§ 35/36 BtMG anerkannt?
Ja, die Anerkennung nach §§ 35/36 BtMG wurde durch das zuständige hessische Ministerium erteilt.

Wie sind meine persönlichen Daten geschützt?
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wolfgang Winckler Hauses unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Ohne Ihre ausdrückliche Erlaubnis werden keine persönlichen Daten weiter gegeben.

Wie alt sind die Patienten im WWH?
Das Mindestalter liegt bei 17 Jahren, nach oben hin gibt es keine Grenze. Im Durchschnitt sind die Patienten/innen 30-35 Jahre alt.

Können während des Aufenthaltes gemeinnützige Arbeitsstunden abgeleistet werden?
Nein

Wo darf in der Einrichtung geraucht werden?
Unsere Einrichtung ist rauchfrei, das heißt, in den Gebäuden darf nicht geraucht werden. Ein überdachter Raucherbereich ist vorhanden.
Kontakte und Aktivitäten

Wann können Sie Besuch empfangen?
Besuch können Sie nach vier Wochen empfangen, im Einzelfall auch früher, z.B. zur Aufrechterhaltung eines regelmäßigen Kontakts zu eigenen Kindern.

Ab wann sind Ausgänge möglich?
Ausgänge sind nach 8 Wochen Aufenthalt möglich.

Wie sind Einkaufsmöglichkeiten geregelt?
Einkäufe können im hauseigenen Kiosk getätigt werden.

Kann ich mir von Angehörigen Sachen bringen lassen?
Ja, während der Bürozeiten ist das möglich.



Multimedia


Wie und wann kann telefoniert werden?
Es darf vom ersten Tag an telefoniert werden. Handys sind erlaubt.

Können Computer in der Einrichtung genutzt werden?
Ja, es sind 6 Workstations mit Internetanschluss vorhanden.

Besteht Gelegenheit, Musik zu hören?
Im Zimmer kann mit Kopfhörer jederzeit Musik gehört werden. Weiter gibt es eigene Räumlichkeiten, in die unsere Patientinnen und Patienten sich zum Musikhören zurückziehen können.



Finanzielles


Wie bin ich während der Behandlung finanziell abgesichert?
Sie erhalten als HARTZ IV–Empfänger während des Aufenthaltes einen monatlichen Betrag von 98,28 € auf das Patientenkonto gutgeschrieben.

Wie ist der Umgang mit Geld geregelt?
Einmal wöchentlich findet eine Taschengeldauszahlung statt.

Stand: 07/2014

Angebote

Das Angebot des Wolfgang-Winckler-Hauses wendet sich an suchtmittelabhängige Jugendliche, Frauen und Männer, die in der Entgiftungsstation einen kalten oder medikamentengestützten körperlichen Entzug durchführen wollen, bei dem sie medizinisch, pflegerisch und emotional begleitet werden sich in der Übergangseinrichtung nach der Entgiftung in einem drogenfreien Milieu erholen, neu orientieren und ihren weiteren Lebensweg ohne Suchtmittel planen wollen.

Das Fachteam der Entgiftungsstation stabilisiert die Motivation zur Veränderung in Richtung Abstinenz, berät bei der Entscheidung zukünftiger Behandlung und vermittelt in geeignete weiterführende Hilfeangebote. Die Übergangseinrichtung versteht sich als stationäre Krisenintervention, die sich an der jeweiligen aktuellen Lebenssituation der Patientinnen und Patienten orientiert und zunächst keine Erwartungen an festgelegte Zielvorstellungen oder eine stabile Motivation stellt. Vielmehr können diese während des Aufenthaltes gemeinsam mit dem Fachteam entwickelt werden.

 


Leitgedanke des Wolfgang-Winckler-Hauses ist, die Patientinnen und Patienten gesundheitlich zu stabilisieren und auf ihrem Weg zu einer abstinenten sowie sozial und beruflich integrierten Lebensführung zu unterstützen.

Stand: 07/2014

Aktuelles

Einmal mehr: Alcoa Fastening als ehrenamtlicher Helfer im WWH

Die Formulierung ist eher bescheiden, gemessen an dem, was die Mitarbeiter von Alcoa Fastening System wieder ehrenamtlich für eine Kelkheimer Einrichtung und damit für Kelkheim getan haben. „Auch dieses Jahr konnten die Mitarbeiter von Alcoa Fastening Systems einer gemeinnützigen Einrichtung in der Gemeinde etwas unter die Arme greifen“..Die Betonung liegt auf „etwas“. Ganz abgesehen davon, dass Mitarbeiter dieser Firma einen ganzen Samstagmorgen in Eppenhain darauf verwandten, um zu helfen: Sie hatten obendrein einen Scheck in Höhe von 3.000 Dollar der Alcoa Foundation im Gepäck. Empfänger war dieses Mal die Entgiftungsstation und Übergangseinrichtung des Wolfgang-Winckler-Hauses in Eppenhain.

 

In dieser Einrichtung werden suchtabhängige Jugendliche, Frauen und Männer entgiftet. Gleichzeitig bietet diese Einrichtung eine Rehabilitation für diese Menschen an.

Für die Helfer von Alcoa eine klare Sache: „Eine wichtige Aufgabe, die denen helfen kann, die sich für einen Ausstieg aus der Abhängigkeit entschieden haben.“

Die Wände der Kantine und eines Besprechungsraums wurden gestrichen. Im Gartenbereich haben neue Pflanzen einen Platz gefunden und der Rasen wurde gemäht.

Die Sozialarbeiterin der Einrichtung hatte zusammen mit Haustechniker Tolz die Organisation der Arbeiten übernommen und die Alcoa Mitarbeiter hatten so die Gelegenheit, effizient die Dinge anzupacken.

Wie oben schon angedeutet, war dies nicht der erste ehrenamtliche Einsatz von Mitarbeitern der Alcoa in Kelkheim. Dankbar für die Hilfe, vor allem aber für die zum Teil ausgesprochen großzügigen Schecks der Alcoa Foundation war nicht nur die Stadt Kelkheim (Mühlgrundpark und die Teilnahme an der Ausbildungsmesse in der Stadthalle), sondern auch andere Einrichtungen wie Kindergärten und vor gar nicht langer Zeit Münsterer, die sich zusammen mit Reinhard Herr um die Erhaltung und Restaurierung der Kapelle auf dem Friedhof in Münster bemühten. Mit Sicherheit fällt es nicht schwere, andere Beispiele aufzuführen. Um so schwerer fällt es andere Kelkheimer Firmen – bis auf die eine oder andere Ausnahme – zu nennen, deren Mitarbeiter sich ehrenamtlich auch mit Unterstützung der Firmenleitung so für die Allgemeinheit einsetzen.

Hier gelangen Sie zum Link der Zeitung, in dem der Artikels veröffentlicht wurde!

Grundsätze

Das WWH versteht sich als stationäre Krisenintervention, die sich an der jeweiligen aktuellen Lebenswirklichkeit der Patienten/-innen orientiert und keine Erwartungen hinsichtlich bestimmter Zielsetzungen oder einer stabilen Motivation stellt. Das Bemühen mit der Patientin oder dem Patienten in ihrer bzw. seiner aktuellen Lebenssituation ein möglichst angemessenes und weiterführendes Angebot der Hilfe zu vereinbaren ist Leitgedanke der Arbeit. Die Einrichtung bietet die Möglichkeit zur körperlichen, seelischen und geistigen Regeneration. Sie stabilisiert die Motivation zur Veränderung in Richtung Abstinenz, berät bei der Entscheidung zukünftiger Behandlung und vermittelt in geeignete Angebote. Die medizinische Versorgung ist durch die Ärztin/der Arzt der Einrichtung und die Zulassung als Institutsambulanz durch die KV-Hessen sichergestellt.

Indikation und Behandlungsdauer
Das Behandlungsangebot richtet sich an drogen- und mehrfachabhängige Menschen beiderlei Geschlechts. Minderjährige können nach Absprache und mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten aufgenommen werden. Die Entgiftung dauert in der Regel zwei Wochen.
Der Aufenthalt in der Übergangseinrichtung beträgt max. drei bis sechs Monate.

Aufnahme
Voraussetzung für die Aufnahme in die Entgiftungsstation ist eine ärztliche Einweisung.
Für eine Aufnahme in die Übergangseinrichtung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
• Entzugsbehandlung, die in der Entgiftungsstation des WWH durchgeführt werden kann
• der gewöhnliche Aufenthalt muss für die letzten zwei Monate vor Aufnahme in Hessen gelegen haben
• Kostenzusage des zuständigen örtlichen Jugendamtes gem. § 35a SGB VIII  i.V.m. § 41 bei Personen, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben
• Vorlage einer gültigen Kostenzusage bei Aufnahme aus anderen Bundesländern
• gültige Aufenthaltserlaubnis bei Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit.

Für eine Aufnahme in die substitutionsgestützte Behandlung in der Übergangseinrichtung ist darüber hinaus Voraussetzung:
• die stabile Einstellung auf ein Substitutionsmittel
• eine maximale Tageshöchstdosis von 60 mg/6 ml Methadon oder 8 mg Buprenorphin (in Ausnahmefällen auch höhere Dosis möglich)
• die Vorlage eines Kurzarztbriefes des substituierenden Arztes.
Eine schriftliche Aufnahmeanfrage ist nicht erforderlich.

Einzugsgebiet und Zusammenarbeit
Das Einzugsgebiet für die Übergangseinrichtung ist vorwiegend Hessen, für die Entgiftungsstation bundesweit.
Das Wolfgang-Winckler-Haus kooperiert mit sämtlichen Facheinrichtungen der Suchthilfe. Es ist eingebunden in das differenzierte Netz der hessischen Suchthilfe. Insbesondere mit dem Drogennotdienst in Frankfurt, den Suchtberatungsstellen, den stationären Entwöhnungseinrichtungen und den Angeboten zum Betreuten Wohnen des Suchthilfeverbundes JJ besteht intensive Zusammenarbeit.

Stand: 07/2014