| Prävention |
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Der Begriff Prävention stammt aus dem Lateinischen (praevenire = zuvorkommen) und bedeutet heute, negativen Verhaltensweisen und Zuständen zuvorzukommen. Suchtprävention wirkt an der Gestaltung von Lebensumständen mit, die geeignet sind, Bedingungen zu schaffen und zu fördern, dass Kinder und Jugendliche eine gesunde und stabile Persönlichkeit entwickeln können. Die Förderung der Ressourcen von Kinder und Jugendlichen durch Stärkung von Beziehungs-, Konflikt- und Erlebnisfähigkeit, des Selbstbewusstseins, der Gewaltfreiheit, des selbstbestimmten Handeln und Lernens sowie der Förderung der Lebenskompetenzen in Kombination mit einer altersgemäßen und lebensweltbezogenen Einbeziehung suchtspezifischer Fragestellungen sind Basis der Präventionsarbeit von JJ. JJ orientiert sich dabei an den aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen und den modernen Präventionskonzepten und Begrifflichkeiten. Die neue Prävention definiert nicht den Zeitpunkt wann die Maßnahme ansetzt, sondern die Zielgruppe, die mit der Maßnahme erreicht werden soll. Gleichzeitig wird heute nicht mehr der Konsum – und die Verhinderung des Konsums – in den Mittelpunkt gestellt, sondern die Person, die Gesundheit und die Lebenswelt. "Universelle Prävention" richtet sich an eine gesamte Gruppe und hat die Förderung und Erhaltung von Gesundheit ohne spezifischen Problembezug zum Ziel und stärkt die allgemeine Lebenskompetenz. Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse beweisen, dass die möglichst früh und ressourcenorientierte "universelle Prävention" (Primärprävention) die wirkungsvollste und nachhaltigsten Prävention ist. "Selektive Prävention" richtet sich an Gruppen oder Personen, die auf Grund bestimmter Bedingungen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, später Suchtprobleme zu entwickeln, z.B. Kinder suchtkranker Eltern oder Kinder und Jugendliche die suchtfördernden Risikofaktoren ausgesetzt sind. "Indizierte Prävention" richtet sich an gefährdete Einzelpersonen, die auf Grund ihrer bereits vorhandenen problematischen Verhaltensweisen (z.B. multiples Risikoverhalten oder riskanter Konsum) gefährdet sind, eine spätere Abhängigkeit zu entwickeln. "Strukturelle Prävention" oder Verhältnisprävention steht für eine Strategie, die auf die Kontrolle, Reduzierung und Beseitigung von Gesundheitsrisiken in den Umwelt bzw.Lebensbedingungen setzt. Verhältnispräventive Ansätze wirken besonders stark, wenn alle relevanten Personen und Akteure in Familie, Kindergarten, Schule und Freizeit einbezogen werden. Im Verein gibt es fünf Fachstellen für Suchtprävention, die an die Suchtberatungsstellen angegliedert sind. Die Arbeit der Fachstelle befasst sich gemäß der Rahmenkonzeption des Landes Hessen überwiegend mit der Universellen und der Strukturellen Prävention. Präventionsberatung, die Konzeptionierung, Durchführung und Koordination von Präventionsprojekten, die Arbeit mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Öffentlichkeits- und Gremienarbeit gehören zu den Hauptaufgaben der Fachstellen für Suchtprävention. Die Fachstellen sind Partner für Ideen, Informationen, Materialien, Qualifizierungen, Projekte sowie individuelle Beratung. Die lokale Vernetzung und Kooperation ist Basis der Präventionsarbeit. Wirksame Prävention ist langfristig angelegt und verlangt von allen Beteiligten ein Höchstmaß an Kontinuität, Kooperation und innovative Weiterentwicklung der Präventionsprojekte durch systematische Auswertung der gemeinsam durchgeführten Projekte.
Fachstelle für Suchtprävention im Hochtaunuskreis Projekt zur Drogen- und Gewaltprävention in der Stadt Maintal Prävention in den Schulen des Wetteraukreises |