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Der Verein wurde 2006 für den Geltungsbereich ambulante und stationäre Suchthilfe sowie Angebote der Jugendhilfe nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.
Im Rahmen der Matrix-Zertifizierung wurden externe Audits in den Einrichtungen Therapiedorf Villa Lilly in Bad Schwalbach, Therapeutische Einrichtung Auf der Lenzwiese in Höchst-Hassenroth/Odw., Therapeutische Einrichtung Eppstein, Kurzzeittherapie Hunoldstal, Drogennotdienst, Jugendberatung und Suchthilfe Sachsenhausen und Suchthilfezentrum Bleichstraße in Frankfurt sowie die Zentren für Jugendberatung und Suchthilfe im Hochtaunuskreis und Main-Taunus-Kreis und im Suchthilfezentrum Wiesbaden durchgeführt. Die Zertifizierung erfolgte für die Geltungsbereiche Prävention, Beratung und Betreuung, Konsumraum, Notschlafbetten, Jugend- und Suchthilfe, Substitutionsambulanz, Ambulante Rehabilitation, Betreutes Wohnen, Medizinische Rehabilitation Drogen- und Mehrfachabhängiger und Angebote der Jugendhilfe.
Kontinuierliche Verbesserung und innovative Weiterentwicklung der erreichten Standards sind Vorgaben für das Qualitätsmanagement im Verein. Qualitätsentwicklung wird in den Einrichtungen des Vereins im Sinne des Total Quality Management (TQM) betrieben. Die Umsetzung von TQM erfolgt nach dem Modell der Europäischen Gesellschaft für Qualitätsmanagement (EFQM). Die Überprüfung des Standes der Qualitätsentwicklung bei JJ durch die Universität Kaiserslautern hat diese Entscheidung nahegelegt. Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten des Verfahrens nach EFQM ist die prozessorientierte Vorgehensweise der Selbstbewertung unter Einbeziehung sämtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Basis eines hohen Qualitätsbewusstseins der Einrichtungsteams.
Zur internen Anwendung und Durchführung des Selbstbewertungsprozesses wurde ein Leitfaden entwickelt, der die Einrichtungen dazu befähigt sich selbst zu bewerten, ihren Standort hinsichtlich der Qualitätsentwicklung und der Leistungsfähigkeit festzustellen, Ansatzpunkte für Verbesserungen zu definieren, diese in die Wege zu leiten und deren Umsetzung regelmäßig zu überprüfen.
Meilensteine und einige wesentliche Maßnahmen im Rahmen der Qualitätsentwicklung:
· Formulierung der Qualitätspolitik und Qualitätsziele im Verein 1997
· Abschluss einer Betriebsvereinbarung zur Einführung eines umfassenden Qualitätsmanagements, welche die Struktur der Qualitätsentwicklung im Verein, die wesentlichen TQM-Prozesse sowie die Beteiligung des Betriebsrates regelt
· Errichtung von TQM-Arbeitskreisen in jeder Einrichtung des Vereins als Steuerungsorgan der Qualitätsentwicklung
· regelmäßige Befragungen der Klientinnen und Klienten der Einrichtungen mit dem Ziel der Verbesserung und Weiterentwicklung der Angebote
· Befragungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins
· Formulierung des Leitbildes von JJ.
Der Verein war maßgeblich beteiligt an der Erstellung von Rahmenhandbüchern zum Qualitätsmanagement für die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Fachkrankenhäuser für Suchtkranke sowie für den Verband ambulanter Behandlungsstellen für Suchtkranke/Drogenabhängige (VABS) im Deutschen Caritasverband. Die beiden Rahmenhandbücher werden zurzeit für die Caritas-Suchthilfe (CaSu) von JJ zusammengeführt.
Einen Überblick über die Entwicklung des Qualitätsmanagements im Verein liefert in komprimierter Form:
Kunz, D. (2001): Qualitätsentwicklung im Suchthilfeverbund Jugendberatung und Jugendhilfe. In: Walter-Hamann, R. (Hrsg.): Menschenbild und Soziale Dienstleistung. Lambertus-Verlag, Freiburg i. Breisgau, S. 47 bis 66.
Stand 14.08.2007 |